Der Reißverschluss klemmt? So wechselst du ihn ganz einfach in deinem Kleid

Der Reißverschluss klemmt? So wechselst du ihn ganz einfach in deinem Kleid

Ein Reißverschluss, der hakt oder kaputtgeht, kann einem schnell die Freude an einem Lieblingskleid verderben. Doch keine Sorge – du musst das Kleid weder wegwerfen noch in die Schneiderei bringen. Mit etwas Geduld und den richtigen Hilfsmitteln kannst du den Reißverschluss ganz einfach selbst austauschen. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du dabei vorgehst.
Den passenden Reißverschluss auswählen
Bevor du loslegst, solltest du einen neuen Reißverschluss besorgen, der zur Länge und Farbe deines Kleides passt. Miss die alte Reißverschlusslänge und wähle eine neue in derselben Größe. Achte auch auf die Art: Soll es ein nahtverdeckter, Metall-, Kunststoff- oder teilbarer Reißverschluss sein? Für die meisten Kleider wird ein nahtverdeckter Reißverschluss verwendet, der in der Seiten- oder Rückennaht eingenäht wird und nahezu unsichtbar bleibt.
Ein praktischer Tipp: Kaufe den Reißverschluss lieber ein paar Zentimeter länger – kürzen kannst du ihn immer, verlängern nicht.
Den alten Reißverschluss entfernen
Öffne das Kleid so, dass du gut an die Naht kommst, in der der Reißverschluss sitzt. Mit einem Nahttrenner kannst du vorsichtig die alten Stiche auftrennen. Achte darauf, den Stoff nicht zu beschädigen – besonders bei feinen oder elastischen Materialien.
Wenn der Reißverschluss vollständig entfernt ist, entferne lose Fäden und bügle die Nahtzugabe leicht glatt. So lässt sich der neue Reißverschluss später sauber einnähen.
Den neuen Reißverschluss vorbereiten
Schließe den neuen Reißverschluss und lege ihn mit der Vorderseite nach unten auf die rechte Stoffseite, sodass die Zähnchen genau entlang der Naht liegen. Fixiere ihn mit Stecknadeln oder Stoffklammern, damit er beim Nähen nicht verrutscht.
Bei einem nahtverdeckten Reißverschluss solltest du die Zähnchen leicht aufklappen, damit du ganz dicht daneben nähen kannst – so bleibt der Reißverschluss später unsichtbar.
Den Reißverschluss einnähen
Verwende an der Nähmaschine einen Reißverschlussfuß – damit kannst du besonders nah an den Zähnchen entlangnähen. Beginne oben und nähe bis zum unteren Ende der Öffnung. Wiederhole den Vorgang auf der anderen Seite und achte darauf, dass die Nähte unten sauber aufeinandertreffen.
Wenn du keine Nähmaschine hast, kannst du den Reißverschluss auch per Hand mit kleinen, gleichmäßigen Stichen einnähen. Das dauert zwar etwas länger, kann aber bei empfindlichen Stoffen ein besonders schönes Ergebnis liefern.
Schließe anschließend den Reißverschluss und prüfe, ob er sich leicht öffnen und schließen lässt und die Nähte gleichmäßig verlaufen. Falls nötig, korrigiere kleine Unregelmäßigkeiten mit ein paar zusätzlichen Stichen.
Abschluss und Nachbearbeitung
Kürze den überstehenden Reißverschluss und sichere die Enden mit ein paar Riegelstichen, damit er sich nicht löst. Bügle die Naht vorsichtig, damit der Stoff schön fällt und der Reißverschluss glatt liegt.
Bei empfindlichen Stoffen wie Seide oder Chiffon empfiehlt es sich, ein Stück Backpapier oder ein dünnes Baumwolltuch zwischen Stoff und Bügeleisen zu legen, um das Material zu schützen.
Pflegetipps für deinen Reißverschluss
- Pflege regelmäßig: Ein Tropfen Kerzenwachs oder spezielle Reißverschluss-Pflege kann helfen, wenn er schwergängig wird.
- Nicht mit Gewalt ziehen: Wenn der Reißverschluss klemmt, lieber vorsichtig lösen, statt zu reißen.
- Nähte kontrollieren: Überprüfe hin und wieder die Nähte rund um den Reißverschluss, besonders bei häufig getragenen Kleidern.
Mit ein wenig Übung wird das Austauschen eines Reißverschlusses zur Routine – und du kannst die Lebensdauer deiner Lieblingskleider deutlich verlängern. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch ein gutes Gefühl, wenn du dein Kleid selbst repariert hast – fast wie neu!










